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Was für ein Wochenende: Babette und Alice

Erstellt von Claudia am Mittwoch 15. April 2009

Betty: Hallo ihr Lieben. Da bin ich wieder. Tut mir leid, dass ich jetzt erst wieder was von mir hören lasse, aber über das Osterwochenende ist so viel Aufregendes passiert, ich hatte einfach keine Zeit zu schreiben. Am Samstag gegen Mittag kam ein weiterer Welpe zu uns. Sie heißt Alice, sieht fast aus wie ich, ist genauso alt wie ich und angeblich soll sie meine Schwester sein. Ich weiß nicht, ob ich diesen Gerüchten Glauben schenken soll, aber fest steht eins: Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. 100 mal schneller als die anderen Hunde hier .. also vielleicht stimmt es ja doch. Jedenfalls ist die Zeit mit ihr herrlich. Schade, dass sie am Mittwoch wieder zurück zu ihrem anderen Menschenpflegerudel muss. Wir toben und streunern zusammen durch die Gärten und Straßen. Wir sind quasi unzertrennlich. Wir teilen den Fressnapf, wir teilen den Schlafplatz und mein Spielzeug.
 
Alice: Ja das stimmt. Nur die Aufmerksamkeit teilst du nicht gerne. Du bist ein richtiges Mittelpunkt- Kind.
 
Betty: Bin ich gar nicht!
 
Alice: Doch. Du kannst ziemlich zickig werden, wenn ich Aufmerksamkeit bekomme und du einmal nicht. Oder wenn ich mich zu dir legen will, während du mit einem der Menschen oder Hunde spielst oder kuschelst ..so wie heute früh.. wirfst du mich einfach von der Couch. Frechheit!
 
Betty: Wenn du dich aber auch ÜBERALL einmischen musst. Ich war schließlich zuerst hier. Und du mit deiner aufdringlichen Art hast ja wohl auch schon Tränen bei dem kleinen Menschenkind ausgelöst.
 
Alice: Das heißt Baby. Und ja .. da war ich etwas stürmisch, aber was soll ich machen? Ich liebe diese kleinen winzigen Lebewesen über alles. Ich will am Liebsten den ganzen Tag lang mit ihnen spielen. Dass das noch nicht geht habe ich jetzt verstanden und ich bin ja inzwischen auch richtig vorsichtig. Mit den größeren Menschen spielt es sich eh besser.
 
Betty: Da hast du Recht. Aber da haben wir hier auch großes Glück. Die sind alles so lieb zu uns. Die gehen stundenlang mit uns Gassi, spielen viel mit uns, lassen uns in ihren Betten kuscheln und geben uns massig zu fressen. Aber du kannst das viele Essen auch gut vertragen. Du bist noch viel zu dünn. Ich habe inzwischen Idealgewicht erreicht.
 
Alice: Ja ich bin ja fleißig dabei das alles nachzuholen. Aber das braucht Zeit. Und … nichts gegen dich und unsere Menschen, aber  dabei ist es nicht gerade förderlich, wenn ich mich dauernd an einen neue Umgebung gewöhnen muss. Ich bin jedes Mal so aufgeregt und durcheinander. Jetzt habe ich innerhalb von einer Woche ein vertrautes Zuhause verlassen und zwei verschiedene Menschenpflegerudel kennengelernt. Ich bin froh, dass ich so toll aufgenommen werde und dass du hier bist. Die anderen großen Hunde, waren mir am Anfang viel zu stürmisch.
 
Betty: Das war bei mir auch so.
 
Alice: Aber weißt du was mir noch ziemlich Angst macht?
 
Betty: Was denn?
 
Alice: Die Gassirunde vor dem Schlafengehen. Da ist es immer schon so dunkel. Und allein gehe ich dann schon gar nicht gerne raus. Nur mit dir und einem Menschen.
         UND fremde Hunde. Weißt du noch der eine Beagle am Zaun? Der hat uns angebellt und ich habe mich so erschrocken, dass ich die ganze Straße wie ein geölter Blitz zurück auf den Hof gerannt bin.
 
Betty: Oh ja .. das war gefährlich .. und obwohl ich die Straße inzwischen gut kenne, habe ich mich   von dir anstecken lassen und bin das erste Stück kopflos mitgerannt. Sag mal warst du schon mal bei einem Arzt?
 
Alice: Ja.
 
Betty: Ich auch .. also ich bin nur mitgegangen .. und zuerst war ich skeptisch, als ich da an der Tür zum Wartezimmer stand und reingehen sollte. Überall roch es nach Angstschweiß von den anderen Tieren. Aber ich weiß gar nicht warum die Angst haben. Der Arzt war super nett zu mir und er hat mir ein Leckerli gegeben. Er hat mich zwar nicht untersucht, aber was ich so gesehen habe, wie er die anderen Hunde behandelt hat, freue ich mich schon auf den nächsten Besuch in der Praxis. Ich wollte eigentlich gar nicht wieder los. .. Hoffentlich muss ich den Arzt später mal nicht aus irgendeinem Grund genauso fürchten, wie es die anderen Tiere anscheinend tun.
 
Alice: Ja das hoffe ich auch. DA IST DIE KATZE!!!!
 
Betty: Alice?? .. Weg ist sie .. Sie liebt nicht nur diese Menschenwinzlinge, sie liebt auch Katzen. Ich habe übrigens langsam die Sprache der Katzen raus .. Also wenn sie mit mir zusammen bellt und sich auf zwei Beine aufrichtet, bedeutet das nicht: „Auja, Lass uns spielen.“, sondern eher: „Zieh Leine und behalte deine Hundesabber in DEINEM Geicht!“ Vielleicht sollte ich das mal Alice verklickern .. vielleicht sollte sie das aber auch selbst herausfinden. Mir hat das schließlich auch niemand gesagt und ich habe von der blöden Dusseltrine eine gelangt bekommen.
 
Alice: Komisch, die Katze will einfach nicht mit mir spielen. Dabei bellt sie schon mit mir um die Wette, bleibt aber einfach nicht stehen dabei … so kann doch kein Spiel entstehen!
 
Betty: .. tja … komisch .. Weißt du was wir jetzt mal machen sollten? Wir sollten das tolle Wetter ausnutzen und etwas unter dem milden Gartenschlauchwasserstrahl herumspielen.
 
Alice: Neeee ich mag doch kein Wasser. Lass uns statt dessen lieber Schuhe verstecken oder Taschentücher auseinander nehmen. Das ist doch unser beider Lieblingsspiel.
 
Betty: Nein dazu habe ich jetzt keine Lust… naja dann habe ich eben den Spaß unter dem Wasser für mich allein.
 
Alice: Ja und die Aufmerksamkeit auch. Ich werde mich einfach zu einem der Menschen legen, die hier über die Mittagszeit immer überall rumliegen und etwas schlafen.
          Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich mit Betty bei einer Familie lebe, die viele Streicheleinheiten für uns übrig hat und dass deren Kinder und Babies alle um mich herum und mit mir spielen. Und ich habe jeden Tag meine Leibspeise bekommen: Wiener Würstchen. Und wir sind über Wiesen, Felder und durch Wälder getobt. Und es gab keine Autos, die mir Angst machen. Das war ein schöner Traum. Also dann, bis zum nächsten Mal.
 


Eure Betty und Alice

 

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