Salomon ein Teddybär, aber kein Kuschelbär
Erstellt von Mitglied am Mittwoch 21. Mai 2008

Die Trennung von seiner Schwester Tara war sehr schwer für Salomon. Zwei Tage lang zeigte sich bei ihm deutlich der Trennungsschmerz. Er wollte nicht einmal spielen. Immer wieder ging er zum gemeinsamen Schlafplatz und weinte. Doch dann kam mir endlich mein Rambo zur Hilfe. Bei mehreren Welpen lässt er sich immer nur äußerst kurz zum Spielen herab, dann nervt ihn das ganze "Gewusel". Doch nun war ja nur noch Einer übrig und jetzt spielen die Zwei mehrere Stunden am Tag miteinander.
Salomon orientiert sich sehr stark an Rambo und schaut sich vieles von ihm ab. Sitz musste ich ihm z. B. überhaupt nicht beibringen, denn er beobachtet immer Rambo was er macht wenn ich ihm einen Befehl gebe. Salomon ist sowieso ein Beobachter. Gerne sitzt er einfach nur da und schaut sich das Treiben um ihn herum gemütlich an. Dazu zählen nicht nur neue Situationen, sondern auch das alltägliche Treiben bei uns, genauso wie der Fernseher (hier vorzugsweise Action- und Tiersendungen).Auffallend ist die sehr ausgeprägte Nase von Salomon. Diese Eigenschaft zeigte sich schon kurz nach seiner Ankunft bei mir. Er ist kein Hund für den apportieren ein riesen Spaß ist (wie bei unserem Exnot"fell" Tara), sondern ein Spürhund. Salomon findet auch einfaches getrocknetes Weißbrot. Rambo liebt es ein getrocknetes Brötchen für die Not (die nie kommt) zu verstecken. Tief unter mehreren Kissen und Decken, welche er immer zu einem Haufen zusammen schiebt. Das letzte Brötchen hat er unter meine Kissen versteckt. Eines Tages wollte Salomon unbedingt aufs Bett (was nicht seine Art ist) und ließ nicht locker. Er quietschte und bellte was das Zeug hält und er ließ einfach nicht locker. Also blieb ich erstmal ruhig und ignorierte ihn, bzw. sagte "Nein runter". Doch dieses Penetrante ließ mich nach einer Weile stutzig werden, ich gab nach und half ihm auf mein Bett. Salomon fing an wie verrückt zu graben. Schob Decke und Kissen beiseite und schnappte sich die Notration von Rambo und verschwand aus meinem Bett. Das hat mich sehr fasziniert, habe ich doch so etwas noch nie bei einem Welpen erlebt, außer wenn es sich um leckere stark riechende Dinge handelte.Salomon war ja immer der vom Wesen ruhigste Welpe der vier Geschwister. Manchmal kam er einem ein bisschen dumm und langsam vor. Es war immer sehr lustig zu sehen, wenn die Geschwister spielten und Salomon saß da und wollte mit machen, aber irgendwie kam er immer zu spät. Dumm ist Sali natürlich nicht und man kann ihm auch nichts vor machen. Er hat eine ganz andere Art zu spielen, welche erstmal erkannt werden musste.
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Er liebt es alleine zu spielen, Suchspiele, Fußball und Fangen zu spielen. Wenn er alleine spielt, dann sucht er sich eines seiner Lieblingsspielzeuge aus und wirft diese durch die Luft, kuschelt damit oder rennt durch die Wohnung. Was er auch gerne macht ist seine ganze Spielzeug-Box leer zu räumen und im Flur zu verteilen, aber nur im Flur. Danach sitzt er da und beobachtet mich wie ich alles wieder aufräume, um glücklich einzuschlafen.
Salomon ist sehr menschenbezogen und sucht immer meine Nähe, aber er ist kein Kuschelhund. Kurz auf der Couch oder am Boden ein bisschen massieren und kraulen, dann sucht er sich einen kühlen Platz oder einen "Höhlenersatz" um zu schlafen. Hundedecken und Körbchen nutzt er, aber selten zum Schlafen.
Er lernt sehr gut. Wenn er nach kurzer Zeit nicht erreicht was er will, dann zieht er sich brav zurück und wartet. Ein bisschen hat er natürlich auch den Schalk im Nacken, aber das steht ihm zu und bei einem leichten "Vergehen" lass ich dann auch mal Erziehung Erziehung sein und wir amüsieren uns. Oft ist es sowieso schwer sich das Lächeln zu verkneifen, denn auch wenn Tiere mal etwas aushecken, dann machen sie das mit Köpfchen und das zu beobachten, wie schlau sie versuchen etwas "Verbotenes" zu bekommen, finde ich persönlich immer faszinierend. Natürlich gibt es Grenzen.
Wenn Salomon seine Auslastung hat dann kommt sein gemütliches Wesen besonders stark durch und er ist ein super Hund. Er läuft schön an der Leine, ist fast stubenrein und sein "Mensch" ist für ihn das Größte. Er spürt Spannungen und passt sich an alle Situationen ruhig und gelassen an. Er macht einfach mit, selten muss man sehr stur bleiben. Durch seine Beobachtungsgabe (die mich einfach nur begeistert) schätzt er die verschiedenen Situationen ab und macht es einem sehr einfach ihm etwas beizubringen und seine Stärken zu unterstützen.
Liebe Grüße
Julianna



