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Archiv für die '- Paola' Kategorie

Eroberung der *neuen Welt*…

Erstellt von Julianna am 30. August 2010

… oder der Welpen-Kindergarten in der Pampa
 
Der Umzug ist vollzogen, alle Welpen – so auch meine Haushunde (und Katze) – haben alles prächtig überstanden.
Der Umstand, das aus 300 qm Garten nun ein 3000 qm Abenteuerspielplatz geworden sind, wurde seeehr wohlwollend von den Tieren angenommen.
 
Weil man zu der Fläche noch nicht Rasen sagen kann, oder auch vielleicht nie sagen wird, darf hier derzeit ohne Ende gebuddelt werden. Auflockern und Lüften der Bodenflächen können Paola, Chenoa, der Dyami und Klein-Elu prima.

Jeder Welpe schläft jetzt nachts durch, sofern man ihm gegen 23 Uhr nochmal die Möglichkeit gibt, sich draussen zu lösen.
 
Da meine Freigänger-Katze Paula ja im Moment noch Hausarrest hat, können wir alle Welpen als absolut katzenfreundlich betiteln. Die Katze wird weder gejagt noch in irgendeiner Form bedrängt.
 
So, dann bis nächsten Mal von der Welpenfront aus der Pampa.
 
Mit tierlieben Gruß
von Karinsche aus Jahnberge

Bildbeschreibung: Bild 1: Paola, Bild 2: Chenoa, Bild 3: Dyami, Bild 4: Elu

 

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Impressionen vom Pflegestellentreffen

Erstellt von Claudia am 21. August 2010

Auf das Pflegestellentreffen freuten sich wieder alle sehr, ist es doch die beste Gelegenheit, die Pflegetiere zu präsentieren, voll stolz über die Entwicklung oder die Erfolge berichten zu können und sich gleichzeitig mit Gleichgesinnten auszutauschen. Es gab zwar reichlich Kaffee, aber dieses Mal blieben einige Mägen hungrig, denn es gab noch nicht mal altbackene Kekse. Dafür war die Stimmung umso besser und Janny stellte sich mit ihrem Pflegling Mila wieder in Positur.

Sie rief: "Gehts jetzt endlich los???"

Ja Janny, es geht los. Bleib ruhig! Doch voller Aufregung flüsterte sie Dagmar ins Ohr "Dagmar, es geht los, schnell …"

Dagmar freute sich umso mehr, weil ein alter Ex-Pflegi sie stürmisch begrüßte.

Ottokar, einst ein Sorgenhund, hat sich prächtig entwickelt und raste vor Vergnügen über das Gelände.

Ein weiteres Ex-Notfellchen kam uns besuchen. Bei ihrer Übereignung gab es damals große Aufregung, weil die zweite Pflegestelle

eigentlich einen anderen Besitzer auserkoren hatte. Dennoch durfte die erste Pflegemama, Margrit, ihren Pflegling, den sie bis zur 8. Lebenswoche betreut und die sich regulär beworben hatte, übernehmen. Völlig zu Recht, denn Katjusha hat sich großartig herausgemacht und ist nach wie vor ein lebensfroher Hund. (Die zweite Pflegestelle ist übrigens damals ausgestiegen und inzwischen ein Teil der Gemeinschaft der "WIR's" :-) )

Auch Ex-Notfell Sadko, dessen Leben einst am einen seidenen Faden hing, kam uns besuchen. Er ist ein stattlicher Rüde geworden.

Besonders gefreut haben wir uns über Cosima, die vor Freude herumtollte, sich anschmiegte und vergnügt ein Seil in die Luft schleuderte und wieder auffing. Cosima bekam sämtliche Sympathiepunkte auf diesem Treffen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme von Paola, die vor einiger Zeit lebensbedrohlich erkrankt war und nun vollständig genesen ist.

Die Pflegemama, Karin, versuchte Paola mit dem Tunnel bekanntzumachen. Zunächst schickte sie Mila vor, Paola zu überreden.

Dann schaltete sich Pflegemama ein.

Als das auch nicht half, kroch sie selbst in den Tunnel und lockte mit honigsüßer Stimme.

Paola blieb jedoch eisern und Pflegemami frustriert …

Man Leute, so ermahnte Janny, jetzt sollte aber langsam Schluss sein. Der Bericht wird sonst so lang und vielleicht auch langweilig.

Und die Hunde sind auch müde.

Einen haben wir aber noch, Janny, meinte ich. Nämlich Otte, der auf einem abgegrenzten Areal spielen durfte, weil die Quarantäne-Bedingungen ein unbeschwertes Tollen mit den anderen noch nicht zuließ. Er freute sich trotzdem über die Abwechslung.

Schluss jetzt, rief Janny! Aus und Ende!

Okay, dann bis zum nächsten Mal!

Wir danken dem Hundetraumland (Tages- und Urlaubsbetreuung für Hunde) für das Zurverfügungstellen des Platzes.

Claudia Hauer

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Hier ist was los …

Erstellt von Julianna am 21. August 2010

… im Zwergenland

Viele neue und vor allem gute Nachrichten haben wir für Euch.

Der Paola geht es wunderprächtig, ihr Gedärm funktioniert nun 1a, die Zeiten des Plörrens und Auslaufens sind Vergangenheit. Ebenso die Leichtigkeit, denn Paola bringt nun satte 5 kg auf die Waage und wurde endlich geimpft und gechipt. Auf Grund der Tatsache, getestet durch Ausschlussdiät, vermuten wir eine Getreideunverträglichkeit, welche bei der Fütterung bedacht werden muss.
Paola ist ein aktives Welpenmädel, welches begeistert wäre, wenn schon ein Hund in der Adoptionsfamilie sein würde. Mit dem würde sie sich dann so gerne ihren heißgeliebten Handfeger teilen.

Dem Elu stehen die Ohren zu Berge:-) Jawohl, der kleine Mann mausert sich zur Fledermaus, das rechte Ohr steht stabil das linke ist manchmal noch „geknickt“,
Auch hier vermelden wir einen sehr guten Gesundheitszustand, einen guten Appetit der sich jetzt mit 1200g beweisen lässt. Etwa 7 Wochen ist der „halbe Flieger“ und zeigt ein normales Welpenverhalten.
Die Beißhemmung wurde, mit Hilfe der anderen Welpen hier, aktiviert und ist für Menschenfinger sehr angenehm.

Der Chenoa stehen nicht die Ohren, dafür aber die Haare vom Kopf. Die kleine, nun 2250g, leichte Maus singt ständig „ich hab die Haare schön“ und zeigt uns ein flauschiges, schnell in alle Richtungen wachsendes Fell an. Struvelpeter wäre verdammt neidisch.
Chenoa weiß was sie will, immer noch meint sie, dass die Weltherrschaft für sie bestimmt ist.

Dem 1500g Dyami bringen wir gerade bei, das stetiges Bellen nicht für alle Ohren ein wunderbarer Gesang ist. Auch dieser kleine Fratz ist kerngesund und munter.

Ein ganz großes Ereignis steht nun bevor. Mitte der Woche ziehen wir in geschlossener Formation aus Falkensee weg und besiedeln dann das kleine, aber wunderschöne Jahnberge. Dort erwartet uns neben Natur pur (andere sagen ja „Pampa“ dazu) dann ein 3.000qm großer Garten, der Havelkanal und viele Tiere.

Mit tierlieben Gruß von Karinsche

Bildbeschreibung: Bild 1: Paola, Bild 2: Elu, Bild 3: Chenoa, Bild 4: Dyami

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Wie geht es eigentlich Paola…

Erstellt von Julianna am 14. August 2010

…gut geht es der Paola

und so richtig gut wäre es, wenn der Darm  nun ganz gesundet. Da sagen aber die Ärzte: "Gut Ding will Weile haben." Die vielen verabreichten Medikamente haben Paolas Darmflora so angegriffen, dass die Stoffwechselproduktion noch immer stolpert und nicht wirklich rund läuft.
Nix desto, hab ich hier ein fröhliches Hundekind. Sie spielt, wie ein Welpe spielt. Sie tobt, rennt wie angestochen durch den Garten. Balgt sich mit den Welpen hier und kaspert mit meinen Haushunden herum

Sie freut sich wie ein Kullerkeks, wenn ich mit der Leine ankomme und somit die Gassierunde einläute.
Da setzt sich das kleine Mädel geschwind auf den Popo und wartet darauf, dass ich ihr das Geschirr anlege.
Hochkonzentriert und neugierig ist Paola dann. Da wird geschnüffelt, bestaunt und geguckt.

Meine Haushündin Biene hilft mir unsagbar dabei, den Welpenkind draußen die Welt zu erklären.
Immer drei oder vier Schritte voraus nimmt sie oftmals die Spannung aus dem Hundemädel, das sich vor „dies oder das“ erschrickt oder zurückweicht. Das lockere und entspannte Weiterlaufen durch Biene zeigt Paola an, das alles ok ist und kein Grund besteht sich hochzufahren. So machen sogar die Lernstunden viel Spaß und werden von Paola positiv verknüpft.

Paola ist anderen, fremden Artgenossen gegenüber aufgeschlossen, sucht in den ersten Augenblicken zwar meine Nähe und Sicherheit, guckt aber dabei immer frech und neugierig hinter meinen Beinen hervor. Und wenn der andere Hund dann auch noch den Handfeger zum Spielen favorisiert, ist für Paola die Welt in Ordnung. Denn wer Paolas Handfeger liebt, den liebt sie auch.

Mit tierlieben Gruß von Karinsche

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Freiheit für Paola

Erstellt von Julianna am 5. August 2010

Etwas mehr als eine Woche ist es nun , dass die kleine Paola wieder bei uns nach ihrem Klinikaufenthalt *gelandet* ist. Eine gute Woche, weil sich der Zustand von ihr täglich zusehends besserte. Eine harte Woche, weil ich mich ständig mit ihrer Verlassenangst und ihrem Genörgel auseinander setzen musste. War die Kleine die ersten zwei Tage noch arg geschwächt, so wurde ihr Befinden von Tag zu Tag besser und damit auch der Unmut, nicht mit den anderen Hunden zu spielen, in Gruppenformation zu laufen und sonst irgendwie teilnehmen zu können.

Da wurde heftigst geweint, weil es an der Tür klingelte und ich ihren Gartenabschnitt und damit sie kurz verlassen musste. Wenn die Abendkühle und Nässe kam, der Outdoorbereich zu kalt wurde und Paola in das Reisebett umziehen musste, wurde gequarkt, was das Zeug hält. Der Tag wurde bestimmt von Paolas Launen und Quengeleien. Die Nächte von Seufzen und Stöhnen und dauerndem Hin-und Hergerangel des unausgelasteten Hundekindes.
Sicher, die Gesundung machte Riesenschritte, aber trotzdem wurde sie irgendwie immer trauriger, stellte sich minutenlang am Bettchen aufrecht , um am Geschehen teilhaben zu können, um dann mangels Muskelmasse wieder auf die Matratze zurückzusinken und zu jammern.

Trotz Animation von mir und meinem Ehemann, wurde es dem Madamchen schlichtweg stinkelangweilig und sie verlangte immer öfters lautstark und sehr eindringlich nach Beschäftigung, Streicheleinheiten und Trösterei. Nach Absprache und Besichtigung des Welpenmädels durch den Vorstand sind wir dann zu der Einigung gekommen, Paola bei der Vertragstierärztin vorzustellen und zu fragen, inwieweit noch Quarantäne für Paola und die anderen Hunde hier nötig ist.
Gesagt, getan, Paola wurde gründlich *auf den Kopf*gestellt mit dem Endergebnis: Freiheit für Paola! Ende mit der Einzelhaft!

Mit einem erleichterten Grinsen in meinem Gesicht verließen wir die Praxisräume und entschwanden geschwind nach Hause.
Dort hab ich dann Paola vor die Haustür gestellt, aufgeschlossen und eine Hundemeute tummelte sich sofort um die Kleine.
Ausgiebig wurde das Hundekind abgeschnuppert, für O.K. befunden und ab ging es in den Garten.
Habt ihr schon mal einen Hund glücklich strahlen sehen? Ich ja! Es war eine Freude zu sehen, wie Paola, wie ein kleines Fohlen, mit staksigen Beinchen  durch den Garten sprang, die Hunde anhüpfte, mit ihrer Energie ansteckte und es war nur noch ein Spielplatz der Gefühle. Auch bei uns Menschen. Es piekt im Herzen, wenn die Arbeit und die Pflege so herzerfrischend belohnt werden.

Da kullern auch bei einem großen Pflegefrauchen wieder die Tränen, doch diesmal nicht aus Kummer und Schmerz, sondern, dass die ganze teilweise nervenaufreibende Arbeit sich gelohnt hat. Die erste Nacht war einfach nur himmlisch, für beide Seiten. Ich habe endlich mal wieder 6 Std im Stück geschlafen. Welch eine Sensation! Paola hat sich sofort, als es zur Nachtruhe ging, eng an mich gekuschelt und so lag sie dann auch noch am nächsten Morgen, als die sich die Blase meldete. Ihre und auch meine!*grins*
Denn nach all den wachen Nacht*diensten*   meinerseits ist selbst bei mir einiges durcheinander geraten.

Paola frisst sehr gut, derzeit noch sechs Mal am Tag. Ihr Gewicht steigt stetig. Nach der verordneten Diät für die ersten Tage habe ich sie nach und nach auf B.A.R.F. (Biologisch artgerechte Rohfütterung) umgestellt .Trockenfutter wird derzeit noch von Paola verschmäht, aber das ist auch ok so, Vorrang hat jetzt die Lust und der Wille zu fressen. Jetzt müssen nur noch 2 Kilo mehr auf der Waage erscheinen und wir haben das erreicht, für das jede Pflegestelle „arbeitet“: Paola wird gesund!

Mit tierlieben Gruß von Karin aus Falkensee

Bildbeschreibung: Bild 2: links Chenoa, Bild 3 von links nach rechts: Chenoa, Dyami, Paola, Omma Daisy und Katze Paula

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Sie ist wieder da: Paola

Erstellt von Claudia am 30. Juli 2010

Am Mittwochmorgen bekam ich wohl den schönsten Anruf seit langem: Karin, bist Du bereit, Paola aus der Tierklinik abzuholen und wieder aufzunehmen?

Und wie ich bereit war!
Waren die vergangenen Tage ein harter und auch tränenreicher Weg, so war ich mir sicher, dass ich diesem kleinen Hundekind eine schöne Gesundungsphase geben werde.

Also, ab in das Auto und los.

Unterwegs kamen dann die Gedanken: wie werde ich reagieren, wenn ich Paola wiedersehe?
Werde ich in Tränen ausbrechen? Wird mich  Paola erkennen und möglicherweise *hassen*, dass ich die Person war, die sie dort *abgegeben *hat? Wie viele Anforderungen wird das Klinikpersonal an mich stellen? Bin ich dem gewachsen?
Bei all den Überlegungen merkte ich gar nicht, dass ich vor der Klinik angekommen war.
Ich ging bewusst atmend an den Empfang und meldete, das ich von der Welpennothilfe komme und Paola abholen darf.

Dann wieder das, was ich am wenigsten leiden kann: Warten!
Da werden Minuten zu Stunden, aus warmen Händen werden klatschnasse Flächen und meine Atmung ging schneller. Ich bin auch nur ein Mensch.
Dann öffnete sich die Tür zum Behandlungsraum und der Arzt rief mich auf.
Er erklärte mir, dass Paola gleich kommt, wie ich die nächsten 7 Tage mit ihr hier zu handhaben habe, der Futterplan und die Medikamente wurden erörtert.

Dann ging die Tür auf und eine Helferin trug Paola herein. Stellt diesen kleinen Hund auf den Untersuchungstisch, nickte mir zu ..und ich sagte nur;
*Hallo Kleines*, nahm diesen kleinen ausgemergelten Körper auf meinen Arm und war einfach nur froh, dass sie mich erkannte, mir nicht böse war  und quitschend mein Gesicht ableckte. Und ich war stolz auf mich, dass ich nicht losflennte wie ein Schlosshund, sondern völlig cool und souverän meine Unterhaltung mit dem Arzt weiter führte.

Es ist leider so, dass es keine genaue Diagnose gibt für Paolas Krankheit. Wir wissen, dass es kein Parvovirose war, keine Giardien und diverse andere Krankheiten konnten auch ausgeschlossen werden . Die ganz genaue Diagnose werden wir nie erfahren.

Vollgepackt mit Infos und  Medikamenten, eine Paola auf dem Arm konnte ich dann die Klinik verlassen.
So, nun trug ich also dieses kleine Hundekind, welches keine 2 Kilo Gewicht mehr hatte zu meinem Auto, setzte sie in die Transportbox und sagte  dann zu ihr: * so, Schatz, nun fahren wir nach Hause, gell .*

Als ich den Wagen startete, gab ich dem Vorstand Bescheid, dass Paola nun wieder in meiner Obhut ist.
Der nächste Anruf galt meinem Mann, der die Order bekam, einen Bereich im Garten abzusperren, allerdings mit einem doppelten Zaun, so das jeglicher Kontakt mit den beiden anderen Welpen und den eigenen Hunden unmöglich ist.

So kamen Paola und ich also in Falkensee an und: DANKE, lieber Sör! Du hast einen perfekten, sicheren Bereich für Paola im Garten geschaffen.
So perfekt, dass Paola gleich sich einen Platz suchte zum Lösen und mir sofort anschließend die schönste Hundewurst präsentierte, die ich je gesehen habe.
Nach der getanen *Arbeit* legte sich Paola ins Gras, räkelte sich und blieb auf dem Rücken liegen und guckte staunend in den blauen Himmel.
Dieser Blick veranlasste mich dann zu folgendem Satz:
*Siehste Paola, siehste,  genau dafür hat es sich alle Male gelohnt zu kämpfen*

Die Sicherheitsvorkehrungen, die wir empfohlen bekommen haben, sind aus zweierlei Sicht notwendig.
Einmal ist das Immunsysthem von Paola auf unterem Niveau und sie muss vor allen möglichen Keimen geschützt werden, andersherum sind die Ausscheidungen von Paola möglicherweise noch nicht sauber genug, so das eine Ansteckung auf die anderen hier lebenden Tiere verhindert werden muss.
Die Zeitspanne beläuft sich auf 7-10 Tage, bis dahin wird Paola soweit stabilisiert sein, dass die Ärzte mir versicherten, das dann die Gefahr gebannt ist.

Das Pflegeleben gestaltet sich nun so, dass Paola zwei Bereiche nur für sich hat.
Sie hat ihren eigenen Outdoorbereich, mit einer doppelten Zaun-Sicherung, so das Paola am aktiven Leben optisch und akustisch teilnehmen kann.
Abwechselnd sind entweder mein Mann oder ich in diesem Bereich, den wir betreten, nachdem wir unsere Hände sterilisiert haben.
Auf die gleiche Art verlassen wir auch das Gartenfeld von Paola: Hygiene ist alles und auch gar nicht so schwer zu händeln.

Im Indoorbereich genügt Paola derzeit das Reisebettchen für Kinder. Es ist extra gepolstert, damit ihr ausgemergelter Köper, der irgendwie nur aus Fell und Gerippe besteht, sich weich betten kann. Wenn die Kleine sich weiterhin so gut macht, werden wir einen Teil des Wohnzimmers abtrennen, ähnlich einer riesigen Wurfbox .

Es sind nur 7-10 Tage!

Und ja, auch wenn es sich alles super anstrengend und aufwendig anhört:
Das ist mein Job, mein freiwilliger Job als Welpen Pflegestelle.
Dieses Hundekind, welches nun so schwer erkrankte, zu pflegen, zu betüddeln, zu füttern und zu animieren, dem neu erkämpften Leben so gesund wie es nur geht entgegen zu treten .

Freud und Leid, Leben und Tod liegen verdammt nahe beieinander.
Ich war mir bis Olberichs Tod nicht wirklich im klaren, welch ein Kummer einem überfällt, wenn man einen kranken Welpen aufnimmt. Die Angst lässt einen weder Schlafen, noch irgendwie zur Ruhe kommen. Ich bin gewachsen mit dieser Tragödie.
Werde jedoch nie aufhören, mein Herz an jedes meiner Pflegies ein wenig zu verlieren.

Ich werde es nie schaffen, jeden Hundewelpen zu retten.
Aber in diesem Fall wurde Paola gerettet.

Und wer immer in die Augen von Paola blickt, wird wissen, warum ich diesen Job bei der Welpennothilfe gerne und aus tiefsten Herzen mache.

Fleißkärtchen verteilenden und mit tierliebenden Gruß von Karin aus Falkensee

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Kurz-Notiz: Paola meckert

Erstellt von Claudia am 24. Juli 2010

Wie wir heute morgen von der Tierklinik erfahren haben, geht es Paola schon besser. Sie meckert und motzt in ihrer Box in der Tierklinik.

Vor Mittwoch wird sie jedoch noch nicht entlassen.

Endlich einmal gute Nachrichten …

Claudia Hauer

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Paola ist in der Tierklinik

Erstellt von Claudia am 23. Juli 2010

Olberichs Schwester Paola hat es erwischt. Sie befindet sich seit heute Morgen in der Tierklinik Potsdam zur Intensivbetreuung.

Die ersten Blutergebnisse sind da und es handelt sich nach dem Laborbericht nicht um die tödliche Parvovirose.

Paolas Zustand hat sich bis heute Abend nicht verschlechtert.

Hoffentlich wird sie es schaffen!

Claudia Hauer

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Pflegestellentreffen vom 16. Juli 2010

Erstellt von Claudia am 18. Juli 2010

Vergangenen Freitag wanderten einige unserer Pflegestellen tapfer über den endlos erscheinenden, staubtrockenen Feldweg zu unserem Treffen. Im Gepack hatten sie nicht nur eimerweise Wasser für die Hunde, sondern auch ihre Pflegetiere. Trotz glühender Hitze war es ein sehr fröhliches Treffen und unsere Pfleglinge nutzten die Gelegenheit, um neue Freundschaften zu schließen, Kontakt aufzunehmen oder einfach nur Spass zu haben.

Hier für Euch einige Impressionen:

Julianna und Karin waren besonders pfiffig: Sie kamen mit Handwagen :-)

Joachim (rechts) bestand darauf, von der "schweinischen Flasche" was abzubekommen (daneben Bella)

Logo, dass der Star unter unseren Pflegis einzig und allein Tristan war. Aber wir freuten uns auch sehr über den Besuch von Robbie, unserem bereits vermittelten Hund (im Bild stehend). Anneliese (vorne im Bild) wurde von der Chefin ermahnt, an den Besuch im Schönheits-Salon zu denken, denn ihr Fell sieht noch arg stumpf aus ;-)

Zaki ist ein durch und durch ruhiger Gesell, der es vorzog, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und jede streichelnde Hand schamlos als "Dauer-Streichler" auszunutzen ;-)

Auch Paola stand eher auf Schmuse-Einheiten, hier mit Julianna

Noah machte terriertypisch ganz schön den Wilden. Ein süßer, kleiner Kerl ist er aber schon ….

Olberich war so müde, dass sein Köpfchen in den Wassernapf fiel und er justament einschlief

Noch ein ehemaliges Pflegetier besuchte uns: Betty. Sie testete rundum gnadenlos die Manipulierbarkeit jedes einzelnen Besuchers aus, indem sie ihren geliebten Ball vor die Füße legte und solange stierte, bis nachgegeben wurde

Joachim fand das Treffen einfach Klasse und ließ sich völlig gehen

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Die Wilde und der Denker …

Erstellt von Julianna am 13. Juli 2010

…so kann ich die beiden Geschwisterwelpen Paola und Olberich nun vom Charakter her beschreiben.

Für Paola ist nichts wild und rasant genug. Alles was sich bewegt, wird angehüpft und ausgetestet, ohne jegliche Scheu. Derzeit favorisiert Paola, wie weit man die bewegten Füße der Pflegeeltern malträtieren kann. Da wird aus dem Nichts angegriffen, vor den Füßen hin- und hergesprungen und versucht, diese zum Reinbeißen zu erhaschen.
Fazit: Der *Achtung! Welpenschlurfgang* ist bei uns wieder auf ON geschaltet und verhindert, dass die Kleine von ihren *Angriffsopfern gekickt* wird.

Der Olberich ist ein in sich ruhender kleiner Fratz. Alles wird sich erst in Ruhe beguckt, beschnüffelt und dann wird sich erst mal hingelegt und überlegt, wie man weiter mit der neuen Sache umgeht. Nicht das Klein-Olberich ein Langweiler ist, nein, er weiß sich sehr gut zu behaupten, was gerade bei Schwester Paola wichtig ist.
Aber der Leitfaden: Immer mit der Ruhe, hätte auch von ihm geschrieben sein können.

Und wie kann es anders sein, auch hierfür gibt es wieder ein nette Story zu erzählen:
Seit ein paar Tagen hat unser Hundebadeteich eine magische Anziehungskraft für die Welpenkinder.
Immer wieder wurde neugierig über den Sicherungszaun geschaut, sich aufgestellt, um das kühle Nass genauer zu bestaunen. Also haben wir den Zaun geöffnet und uns neben dem Teich positioniert, damit keinem der Welpen das Wasser mal bis zum Hals steht. Sicherheit geht eben vor. Olberich legte sich also sinnierend vor dem Teich ab, um über seine weitere Vorgehensweise, sich dem Wasser zu nähern, genauestens nachzudenken.

Flitzpiepe Paola rannte sofort und ohne überlegen gleich in die Flachzone, machte einen perfekten Bauchklatscher und rannte nach einem entsetzten Aufschrei dann *pudelnass* ins Haus zurück. Olberich guckte seiner Schwester interessiert nach, stand auf, setze eine Pfote ins Wasser, dann die nächste… tja, dann stand der kleine Hundemann also da im Wasser und legte sich genüsslich in das kühle Nass und genoss einfach so vor sich hin.

Mit tierlieben Gruß von der
Pflegestelle Karin aus Falkensee

Bildbeschreibung: Bild 1 und 2 rechts: Paola, Bild 3: Olberich, Bild 4: Paola

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