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Archiv für die '' Kategorie

Kaufmann: Gute Reise

Erstellt von Claudia am 24. August 2010

Leider hat Kaufmann den Kampf gegen den Tod verloren. Nachdem er letzte Nacht plötzlich über meinen Pudding herfiel und es ihm danach viel besser ging, dachte ich echt, er schafft es doch und zeigt allen, wie stark er ist. Auch die Nacht war sehr ruhig und er schlief.

Nur heut morgen war die Situation leider noch schlechter als gestern. Er wollte wieder nicht fressen und fing immer wieder an zu krampfen. Ich telefonierte nochmal mit verschieden Tierärzten, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben wollte. Doch es hat leider nichts gebracht und so übergab ich ihn nach Rücksprache mit dem Vorstand in die Hände einer jungen Vertretungs-Tierärztin. Auch diese wollte nicht aufgeben. So setzte sie ihm einen Tropf.

Doch dann, heute Mittag, war klar, wir müssen Kaufmann gehen lassen.

Nun ist der kleine Kerl im Regenbogenland. Er hatte leider nur ein kurzes Leben, aber ich denke schon, dass er ein schönes Leben hatte. Er hatte super schöne Tage, an denen es ihm sehr gut ging und er unbeschwert mit Tristan spielen konnte.

Kaufmann wir werden dich nie vergessen!

Liebe Grüße aus Hönow

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Traurige Nachrichten von Kaufmann

Erstellt von Claudia am 23. August 2010

Hallo ihr Lieben,

heute melde ich mich mit nicht all zu guten Nachrichten von der Schweinchenfront. Leider geht es Kaufmann heute sehr schlecht. Er verweigert das Essen und hat sich nicht mal mit den tollsten Leckereien überzeugen lassen. Auch sein Fläschchen, was er bisher immer toll fand, wollte er nicht. Wie ihr wisst, ist es leider so, dass er nicht so viel zum Zusetzen hat und so besteht Anlass zu sehr großer Sorge.
Ich habe auch keine Ahnung, was ihm fehlen könnte, denn er hat keinen Durchfall oder Ähnliches.

Aber auch sein allgemeiner Zustand macht mir heute Sorgen, denn er sieht sehr schlecht aus. Heute Nachmittag kam es dann plötzlich zu einem Krampfanfall. Und nach dem Temperaturmessen stand fest, dass Kaufmann Untertemperatur hat, denn seine Temperatur lag nicht bei ca. 40°C sondern nur bei 35,7°C.

Nun heißt es Daumen drücken, Daumen drücken, Daumen drücken.
Ich hoffe auch mit aller Kraft und kämpfe mit ihm.

Liebe Grüße Katrin

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Eindrücke vom Pflegestellentreffen

Erstellt von Claudia am 30. Juli 2010

Viel los war gestern beim Pflegestellentreffen, zu dem unsere Pflegemamis mit ihren Zöglingen gekommen sind. Hier einige Impressionen für Euch.

Viel Spass beim Anschauen wünscht

Claudia Hauer

Ikarus hat sich toll entwickelt und von dem, was er innerhalb kurzer Zeit gelernt hat, werden wir bald hören

Die "Dreisten Drei" machten ihrem Namen alle Ehre.

Für Gerhard hieß es, Abschied zu nehmen, denn sein neues Frauchen war gekommen, um ihn abzuholen.

Joachims "Masche", immer an der Flasche zu nuckeln, hat jeder schnell durchschaut: Er will so klein wie nur möglich erscheinen, um ähnlich wie unsere Welpen doch noch eine Familie mit Herz für sich zu gewinnen

Rosalie hat sich prächtig gemausert. Sie ist kaum noch ängstlich. Sie war unser "Star des Tages"

Unser Noah hatte kaum Spielambitionen – da konnte Emmerich noch so viel betteln. Er ließ sich nicht erweichen

Für Irma & Käthe wurde zum Ende hin die Zeit etwas lang. Aber auch sie haben wundervoll gespielt.

Unsere Camilla, die ein durch und durch unkomplizierter Hund ist, vergnügte sich mit "Sehenswürdigkeiten", mit Tristan & Kaufmann

"Brot und Wasser" – Zeiten scheinen angebrochen, wie sonst könnten wir uns erklären, dass statt nahrhafter Milch schnödes Leitungswasser die Fläschchen füllten ;-)

Gruppenaktivitäten pur krönten das Pflegestellentreffen

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Kaufmann wächst und gedeiht

Erstellt von Julianna am 29. Juli 2010

Hallo ihr Lieben,

da bin ich, der Zwerg auf vier Hufen. Mein Name ist Kaufmann, aber das wisst ihr bestimmt schon. Und ihr wisst bestimmt auch, dass mein Start ins Leben nicht allzu toll war.  Aber jetzt geht es mir besser.

Vor einer Woche bin ich umgezogen in eine neue Pflegefamilie. Mit ganz vielen verschieden Tieren. Das war vielleicht nen Spaß. Als erstes habe ich meinen Halbbruder Tristan kennengelernt und obwohl die Menschen sich ziemlich viele Gedanken im Vorfeld gemacht haben, ist es viel besser gelaufen als gedacht. Ich habe natürlich sofort gemerkt, dass ich auch ein kleines Schweinchen bin und fing recht munter an zu grunzen. So das auch Tristan (im 3. Bild rechts) mir von Anfang an nicht böse sein konnte. Okay in den ersten Tagen war ich noch ein bisschen zu schwach, um so richtig zu spielen, so habe ich immer mal kurz geschaut, was denn gerade so los ist, aber schon ein paar Tage später ging es mir viel besser und so kann ich heute erzählen was ich schon alles kann und kenne.

Dann fange ich einfach mal an. Also als Erstes habe ich gelernt, dass Tristan da eine Pflegemama hat, die immer ganz leckere Sachen für uns hat, so wie mein Fläschchen oder leckeres Obst und auch schon mal Gemüse. Nur ab und an muss ich ein wenig aufpassen, denn Tristan findet seine Pflegemama so toll, dass er auch mal ein wenig eifersüchtig reagieren kann. Aber das ist nur halb so schlimm, denn da ist noch eine zweite Pflegemama und wenn Tristan so rum spinnt geh ich einfach zu der. Denn auch die hat ab und zu am Tag ein Fläschchen für mich parat.

Aber noch viel toller finde ich es im Garten, da haben wir einen kleinen Auslauf und da sind noch zwei kleine Schweinchen. Vor ein paar Tagen durfte ich endlich da mal rein und auch die waren von Anfang an sehr nett zu mir. Nur wenn es ums Futter geht, ist es ab und an ein wenig brenzlig. Aber Tristan passt dann ganz schnell auf mich auf und stellt sich einfach dazwischen. Der ist ja doch schon viel kräftiger als ich. Ja so ist das in der Schweinchen Welt.

Und dann gibt es da noch die Hunde, von denen halte ich allerdings nicht so viel. Die laufen immer so schnell und meine Ohren finden die anscheinend voll lecker. Zumindest muss ich da immer sehr aufpassen, es sei denn eins der Pflegefrauchen ist in der Nähe. Obwohl da gibt es noch was Vierbeiniges im Wohnzimmer meiner Pflegefamilie. Ich glaube es sind Katzen. Die sind toll, mit denen kann man spielen, kuscheln und sie putzen einen sauber. Okay am Anfang war ich da auch ein wenig skeptisch, aber Tristan hat mir gezeigt, dass die echt klasse sind und ihr Spielzeug erst :-) . Das ist genau in der richtigen Größe, um einfach mal durch die Gegend getragen zu werden oder man spielt ne Runde Fußball am besten mit ner Katze, die den Ball auch gleich wieder zurück spielt.  Ja so ist das Leben, echt super, und Spaß gibt es hier an jeder Ecke.

Und wenn man so viel Spaß hat, kommt der große Hunger von ganz allein. So habe ich schon echt kräftig zugelegt und futter was das Zeug hält. Schließlich will ich auch noch groß und stark werden.

Also Leute ich leg mich ne Runde auf den Kratzbaum zum Tristan. Ich lass auch bald wieder mit neuen Abenteuern von mir hören.

Bis bald sagt
Kaufmann aus Hönow

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Kurz-Notiz: Irma & Käthe, Kaufmann

Erstellt von Claudia am 19. Juli 2010

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es eine kleine Zwischenmeldung.

Die zwei kleinen Mäuse haben sich gut erholt. Dank dem Antibiotikum ist der Durchfall verschwunden. Auch der Appetit der Kleinen ist super, so das das Gewicht auch immer mehr steigt. Gestern Abend hatte Käthe 2600g und Irma 3800g             .

Auch Kaufmann hat sich gut eingelebt und nimmt gut zu, so das auch er gestern Abend schon 1500g hatte. Tristan und Kaufmann verstehen sich super, nur das dass Spielen noch ein bißchen schwierig ist, denn wie ihr ja gesehen habt, ist der Größenunterschied doch ziemlich viel. Aber zusammen schlafen und kuscheln tun sie schon ganz gerne. Bilder bekommt ihr später versprochen.

Bis dahin und liebe Grüße
aus Hönow

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Großes Geschwister-Treffen

Erstellt von Claudia am 17. Juli 2010

Weil unsere 2. Vorsitzende Silke sich nun intensiv um die mündlichen Prüfungen ihres Examens kümmern muss, wechselten gestern spätabends die Pflegetiere Irma & Käthe sowie Kaufmann. Silke wird nun ca. ein Viertel Jahr ausfallen und nicht für Vorstands- oder Pflegearbeiten zur Verfügung stehen können.

Mit all ihrer Kraft hat sie sich um unsere Tierchen gekümmert und an dieser Stelle sei "Danke" für die aufopferungsvolle Pflege gesagt.

Heute früh wurden allen drei Tiere in der Geschäftsstelle vorgestellt. Irma und Käthe mussten danach zum Tierarzt, weil sie übelriechenden Durchfall hatten, der antibiotisch versorgt werden musste. Käthe wiegt 1.980 g, Irma 3.080 g. Haucke wog gestern abend 4.150 g.

Auch Kaufmann sieht neben seinen Halbbruder Tristan noch sehr klein aus. Er wiegt aktuell 1.280 g, Tristan 2.800 kg.

Das Doppel-Geschwister-Treffen verlief soweit harmonisch. Haucke fand insbesondere die interessierte Irma ziemlich suspekt. Die kleine Käthe verschlief das Treffen einfach. Tristan schmuste sogar schon mit Kaufmann, der seinerseits zwar das Schmusen nicht erwiderte, aber auch nicht weglief. Hier die Impressionen:

Irma (links) zu Haucke: "Man, was bist Du für`n toller Typ.

Haucke zu Irma: "Verzisch Dich – kein Interesse!"

 

Haucke (hinten) zu Irma: "Na siehste, geht doch!"

Käthe: "Bitte haltet mich da raus. Ich will nur ein wenig schlafen."

Irma  (links) zu Haucke eine halbe Stunde später: "Könntest Du mich nicht doch ein klein wenig liebhaben?"

Haucke (rechts) zu Irma: "Naja, ich kann's ja mal versuchen."

Der kleine Emmerich ist sogar noch größer als unser Kaufmann. Hinten im Bild Tristan.

Irma & Kaufmann

Tristan & Kaufmann

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News von Irma und Käthe

Erstellt von Julianna am 15. Juli 2010

Die beiden ungleichen Schwestern entwickeln sich in Riesenschritten, wobei sich Käthe unglaublich an ihrer großen Schwester orientiert. So stürmt Irma gleich immer voller Tatendrang auf jede von ihr gemachte Neuentdeckung zu, während Käthe mit etwas ängstlich dreinschauenden Augen sich die Sache lieber erst mal aus der Ferne anschaut. Wenn sie sich davon überzeugt hat, dass Irma ohne Schaden aus der ganzen Sache herausgekommen ist, stürzt sie sich auch ins Getümmel und kann mittlerweile fast genauso wild toben wie ihre Schwester.
Beide haben keine große Vorliebe für industrielles Hundespielzeug, viel lieber beuteln sie ihre Kuscheldecken oder klauen Kaufmann sein Kuscheltierchen. Sobald der Stall von Kaufmann offen steht, gibt es für die beiden kein Halten mehr, jede kleine Ecke muss untersucht und begutachtet werden. Eigentlich sollen sie nicht in seinen Schlafstall, aber das Verbotene lockt ja immer ganz besonders.
Ich war heute mit den Beiden bei einer Freundin, deren Hund gleich seine gesammelte Quietschtier Sammlung anschleppte und sie den Beiden stolz vorzuführen. Die ließ Irma und Käthe jedoch völlig unbeeindruckt, ganz nach dem Motto: „Wer braucht schon ein Gummischwein zum Spielen, wenn er ein echtes Zuhause hat? „

Viele Grüße Silke

Bildbeschreibung: Bild 1: links Irma, Bild 2: Irma, Bild 3: Käthe

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Neue Schweinereien von Kaufmann

Erstellt von Julianna am 12. Juli 2010

Kaufmann wächst und gedeiht, wenn auch im Zeitlupentempo. Er ist jetzt fast 3 Wochen alt und wiegt heute, aktuell beim Tierarzt gewogen, 710 g. Jetzt hat er zu mindestens das Geburtsgewicht eines Minischweinchens erreicht :-) .

Er ist jedoch fit und fidel, trinkt gut und grunzt vergnügt durch die Gegend. Laut des Tierarztes der Klauenklinik wird er noch lange, wenn nicht für immer,  ein kleiner Kümmerling bleiben, man darf halt einfach nicht vergessen, dass er ja schon bei der Geburt, so makaber das klingt, aussortiert wurde. Er steckte im Geburtskanal fest und musste von Katja aus der Eihülle befreit und abgenabelt werden. In Anbetracht dieses Umstandes bin ich sehr zufrieden mit seinem momentanen Zustand.

Alle Familienmitglieder, egal ob menschlich oder mit Fell, lieben diesen kleinen Kerl und auch in unserem Garten hat er sich in sämtliche Herzen unserer Nachbarn geschlichen. Die können es schon gar nicht mehr erwarten, dass sie ihrem Kaufmann endlich, endlich selbst geerntete Früchte und Gemüse vorbeibringen können. Ich hoffe, dass ich nächste Woche mit der Futterumstellung beginnen kann.

Seine Eisenspritze hat Kaufmann nun mittlerweile auch schon bekommen, ich habe sie dann doch lieber fachmännisch vom Tierarzt setzen lassen. So cool ich beim Injizieren sämtlicher Präparate bei Hunden und Katzen bin, so einen Riesenrespekt hatte ich, die Eiseninjektion in den kleinen Kaufmann zu spritzen. Durch den Umstand, dass die Spritze hinter das Ohr gegeben werden musste und in Anbetracht des lautstarken Protestgeschreis des kleinen Kerls beim Tierarzt, bin ich überzeugt richtig entschieden zu haben.

Die „unbarmherzige“ Tierarzthelferin, die ihn so gnadenlos bei der Tortur festgehalten hatte, wurde dann auch prompt von oben bis unten bepieselt, was für einiges Gelächter bei den anderen Anwesenden gesorgt hat. Die Tatsache, dass Schweine ganz reizende Geschöpfe sind, kann ich nur aus voller Überzeugung bestätigen.

Viele Grüße Silke

P.S.: Das Video hatte ich eigentlich nur für mich selber als Erinnerung aufgenommen, vielleicht hat der eine oder andere von Euch jedoch auch Interesse, den kleinen Kaufmann einmal in bewegten Bildern zu betrachten. Auf dem Video ist er ungefähr 10 Tage alt: www.youtube.com/watch?v=2F4vjs...outube.com/watch?v=2F4vjsxOgv0

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Käthe und Kaufmann auf dem Weg der Besserung

Erstellt von Julianna am 2. Juli 2010

Daumengedrückt…
…habt Ihr alle fleißig, vielen Dank. Es hat geholfen !!!

Käthe (auf Bild 2 unten) und Kaufmann sind auf dem Weg der Besserung. Mit Riesenschritte holen sie das Versäumte nach, trinken wie die fünfköpfigen Raupen und machen einfach nur Freude.
Käthe wiegt zwar immer noch nur die Hälfte ihrer Schwester Irma, dies ist aber glaube ich auch dem Umstand geschuldet, dass sie einfach mehr nach ihrer Mama schlägt, einer zierlichen Schäferhundmixdame, während in Irma unverkennbar der prächtige Labrador-Boxer-Vater zum Ausdruck kommt.

Kaufmanns Darminfekt ist endlich, endlich auch auf dem Weg der Besserung, er hat kaum noch Durchfall und grunzt vergnügt durch die Gegend. Jetzt muss er nur noch lernen, dass man als richtiges Schwein nicht am liebsten auf dem Rücken in weiche Decken gehüllt auf dem Arm der Pflegemama schläft, sondern im Stroh, aber das kommt sicher alles mit der Zeit, denn Kaufmann ist ja gerade mal 10 Tage alt, das darf man nicht vergessen.

Es kommt mir jedoch so vor, als würde er mein Leben schon seit Ewigkeiten bereichern. Die Aufzucht  des kleinen Ferkels bringt mir so viel Freude, dass ich aufpassen muss, nicht aus lauter Entzückung in seine kleine Marzipannase zu beißen.
LG Silke

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Der Kampf ums Überleben – von einer Schlacht in die Nächste

Erstellt von Julianna am 26. Juni 2010

Kaum ist der Kampf um Käthes Leben fast gewonnen, ist es mir nicht vergönnt, diesen Triumph zu feiern und etwas Kraft für neue Aufgaben zu schöpfen, denn seit Dienstagabend kämpft Kaufmann um sein Leben.

Eigentlich war die Berichterstattung ganz anders geplant. Ich wollte ausführlich über die Welpen berichten, wie gut es der dicken Irma geht und wie schön es ist, Käthe bei ihren ersten Schritten zurück ins Leben zu begleiten. Drei Tage lang war sie dem Tod näher als dem Leben. Ich weiß leider nur allzu gut, wie es aussieht, wenn ein Welpen sich auf den Weg über die Regenbogenbrücke macht und Käthe hatte mindestens schon einen Fuß auf der Brücke.
Als sie bei mir ankam, war schon der deutliche Größenunterschied zu ihrer Schwester Irma zu erkennen, die neben der zierlichen, eingefallenen Käthe aussah wie ein Nilpferd.
In den nächsten 48 Stunden gelang es mir so gut wie gar nicht Käthe zu füttern, sie wollte weder schlucken geschweige denn von selbst saugen.
Sie schrie bei jeder Berührung wie am Spieß und kämpfte wie ein Löwe gegen die Flasche und die Futterspritze an.
Sämtliche Tricks wurden angewandt, brachten jedoch keinen Erfolg.  Zu zweit mussten wir die sich wie ein Aal windende Käthe festhalten, um ihr die überlebenswichtigen Injektionen mit Flüssigkeit zu spritzen, damit der dehydrierte Körper überhaupt noch eine Chance haben konnte, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Zwei Tage und Nächte kämpften Käthe und ich um ihr Leben, dann plötzlich in der dritten Nacht merkte ich auf einmal bei der 2.00 Uhr-Fütterung, wie Käthe einen zaghaften Saugversuch an meiner Hand unternahm. Sofort setzte ich die Flasche an, und Käthe nahm selbständig ein paar Züge. Von da an war der Schalter umgelegt und Käthe trank von selber.  Sie war zwar aufgrund des Flüssigkeitsmangels noch sehr ausgetrocknet und benötigte noch zwei Tage Injektionen, aber sie war einen Meilenschritt in Richtung Gesundheit weiter gekommen, auch wenn sich unter dem einen – noch geschlossenen Auge – eine eitrige Entzündung verbarg. Diese bekamen wir mit Augensalbe schnell in den Griff und sind guter Hoffnung, dass das Auge nicht geschädigt ist.
Da sich zum Wochenende schon eine deutliche Besserung ihres Gesundheitszustandes abzeichnete, stürzte ich mich am Samstag voller Freude in eine neue Aufgabe.

Ich nahm den kleinen Kaufmann auf, dieses unglaublich süße kleine Schweinchen, das erst am Samstagnachmittag um 16.34 Uhr geboren wurde und bei seiner Ankunft nur 250g wog und sich sofort in mein Herz grunzte.
In der Schweineaufzucht bin ich eigentlich auch ein totaler Laie, ich hoffte und vertraute aber darauf, dass mir die Erfahrungen, die ich bei der Handaufzucht anderer Saugwelpen sammeln konnte, helfen würden. Außerdem war Claudia ja mittlerweile bestens über die Aufzucht von Schweinchen aufgeklärt und wies mich ausführlich in die neue Aufgabe ein.

Zu Beginn lief alles prima, Kaufmann trank gut aus der Flasche und war insgesamt super fidel.
Als er am Sonntag leichten Durchfall bekam, machte ich mir auch noch keine Sorgen. Am Sonntag gegen Abend fing er an kleine Bläschen auszuscheiden.
Da ich so etwas noch nie gesehen hatte, erkundigte ich mich im Internet über Ferkelkrankheiten und stieß auf eine äußerst heimtückische Magen-Darm-Erkrankung, die eben das Auftreten dieses schaumartigen Durchfalls als Symptom beschrieb. Unbehandelt ist diese Krankheit in fast 100 % der Fälle tödlich. Besonders hinterhältig bei dieser Krankheit ist der Umstand, dass die Ferkel zu Beginn noch unbeeinträchtigt saugen und auch sonst keine Beeinträchtigungen des Allgemeinbefindens zeigen.

Leider war an diesem Abend trotz zahlreicher intensiver Versuche kein Nottierarzt, der auch in der Lage ist Schweine zu behandeln, zu erreichen und so sprach ich gleich am nächsten Morgen mit dem zuständigen Professor der Klinik für Klauentiere in Düppel.  Er gab mir einige wertvolle Behandlungstipps und wir vereinbarten – da es Kaufmann inzwischen wieder besser ging und kaum noch Durchfallsymptome auftragen – für den nächsten Morgen einen Termin für eine Routineuntersuchung.

Den Tag über war Kaufmann super fit und trank sehr gut. Am Abend kippte innerhalb einer Stunde die komplette Situation. Kaufmann erlitt einen starken Rückfall, bekam wieder starken Durchfall, glühte vor Fieber und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten.
Ich rief beim Notarzt in der Klauenklinik an, der mir einige Maßnahmen durchgab, die ich sofort anwendete.
Leider verschlimmerte sich die Situation in der nächsten Stunde dramatisch: Kaufmann knickte auf den Vorderbeinen ein und fiel auf die Seite, er wirkte ganz benommen und trank so gut wie nichts mehr. Von jetzt auf gleich kam er in diese lebensbedrohliche Situation.
Ich rief wieder in der Klauenklinik an und der behandelte Notarzt riet uns sofort in die Klinik zu fahren. Leider musste er auch erst aus dem Havelland anreisen, so dass der kleine Kaufmann noch gut eineinhalb Stunden auf die Behandlung warten musste.
Er bekam sofort Antibiotika und eine spezielle Lösung eingeflößt, außerdem wurde eine Kotprobe zur Bestimmung der genauen Erkrankung genommen.
Wir wurden mit der Weisung entlassen, ihm die nächsten 12 Stunden stündlich diese  spezielle Lösung einzugeben und ihn aufgrund des Fiebers nicht zu warm zu halten, da dies den Kreislauf zusätzlich belasten würde.

Die Nacht über habe ich Kaufmann wie besprochen behandelt. Glücklicherweise trank er die Lösung ohne Probleme.
Heute geht es ihm schon etwas besser, nur der schlimme wässrige Durchfall schwächt ihn noch immer. Hoffentlich wirkt das Antibiotika bald.

Bitte drückt Käthe und Kaufmann die Daumen, sie können es wirklich gebrauchen.

LG die erschöpfte Päppelmama

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