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Warum die Tasso-Registrierung so wichtig ist: Eine wahre und eine unwahre Begebenheit

Erstellt von Claudia am 26. August 2007

Vor einigen Tagen war es, als ich vertieft in ein Telefonat mit Renate Alder, von meinen Hunden auf "Unregelmäßigkeiten" am Gartentor aufmerksam gemacht wurde. Nach einem Blick aus dem Fenster, bei dem nichts Besonderes zu sehen war, gebot ich meinen Hunden Ruhe. Gespenster brauchten sie schließlich nicht zu melden. Dennoch verweigerten mir meine Tiere den Gehorsam und bellten aufgeregt die Haustür an. Ein zweiter Blick aus dem Fenster zeigte lediglich Jessie, unsere Katze, die sich genüßlich auf dem Dach der Hundehütte niedergelassen hatte und erwartungsvoll mit ihren großen Katzenaugen die Umgebung betrachtete.

Flugs beendete ich das Telefonat, ließ die Hunde hinaus und bemerkte schon nach wenigen Sekunden an Knuts Verhalten, dass jemand tatsächlich Einlass begehrte: Ein kleiner wunderschöner Terrier.

Um in Ruhe den Besucher willkommen heißen zu können, wanderten Knut und Luna wieder ins Haus. Wie immer widersprach Luna natürlich meinem Wunsch, im Haus zu warten. Erst nutzte sie die Terrassentür, um doch mit dabei sein zu können, beim zweiten Versuch sprang sie gar durch das Fenster des Gästezimmers, um sich freundlich-schwänzelnd zu mir zu gesellen. Es dauerte Minuten ehe ich Ruhe hatte, um mir unseren Gast genauer anzuschauen. Dieser verharrte nachdrücklich am Gartentor und war nicht bereit, sich auch nur einen Meter in Richtung Wohngebiet zu entfernen. Ein gepflegter Hund, etwas unsicher, aber gemessen an der Situation kein Wunder. Ein potenter Rüde mit einem Geschirr und einer Steuermarke. Nun, um einen ausgesetzten Hund konnte es sich demnach nicht handeln.

Dieser Hund zeigte klares und eindeutiges Verhalten: Laß mich rein! Auch Deine Katze Jessie finde ich süß. Ich will doch nur spielen! Alles ist so interessant bei Dir. Los, gehen wir rein. Ich geh hier sowieso nicht weg.

Mein suchender Blick zeigte keinerlei suchende Besitzer also holte ich schnell die Leine und ließ den kleinen Kerl herein. Zielstrebig beschnüffelte er den Eingangsbereich. Da die Zeit schon fortgeschritten war und ein Termin meine Zeit beschränkte, telefonierte ich kurz mit Christian, der meinem Anliegen sofort entsprach. So verfrachtete ich den Hund in mein Auto, der die Fahrt sichtlich genoss und brachte ihn zu Christian, der wiederum sofort in die Tierarztpraxis fuhr, um herauszufinden, ob der freundliche und überall markierende Rüde denn gechipt sei. Was für ein Glück, er war es. Schnellstens wurde die Registrierungsstelle Tasso angerufen, ohne Ergebnis. Auch die anderen Registrierungsmöglichkeiten brachten nur zutage, dass der Hund zwar mit einem Mikro-Chip gekennzeichnet war, jedoch der Registrierungscode nicht mit den Besitzerdaten registriert war. Welchen Sinn macht also ein Mikro-Chip, wenn die Registrierung fehlt? – Gar keine.

Der Hund blieb also zunächst bei Sandra & Christian und fühlte sich sichtlich wohl. Als mein Mann spätabends in der Dunkelheit nach Hause kam, bemerkte ich am gegenüberliegenden Spielplatz eine suchende Frau. Ich sprach sie an und es handelte sich tatsächlich um die Besitzerin. Schnell wurden die notwendigen Fakten ausgetauscht, um die Besitzerin wieder zu ihrem Hund zu führen. Ein ausführliches Gespräch über den Sinn einer Tasso-Registrierung folgte.

Es stellt sich mir die Frage, was gewesen wäre wenn? Es gibt so viele Ausgänge dieses Ereignisses, durchaus auch unangenehme und traurige. Gerade angesichts der Warnmeldung von Tierfängern möchte ich den Faden der Möglichkeiten gar nicht erst weiterspinnen.

Einen möglichen realen Idealfall darf ich an dieser Stelle so skizzieren:

Knut, mein prächtiger und selbstverständlich gechipter und bei Tasso registrierter Rüde, beschließt eines Tages (wider seiner Natur), über den Gartenzaun zu springen (was er durchaus auch kann, aber nicht macht). Völlig widernatürlich geht er, ohne dass ich es bemerke (völlig absurd) im Wohngebiet spazieren. Er begegnet auf seinem Weg den Hellbachs, die in der Nähe wohnen. Diese fragen sich, ob das der Knut sein könnte und nehmen ihn mit nach Hause. Sie grübeln und die Kinder kommen auf eine geniale Idee: Sie probieren Kunststücke aus. Natürlich meistert der gefundene Rüde alle Tricks mit Bravour, dennoch gibt es Zweifel. Der Rüde von den Hauers würde niemals auf Wanderschaft gehen. Als das Familienoberhaupt der Hellbachs nach Haus kommt, berichtet die Familie von den Ereignissen. Souverän greift Dirk Hellbach in die Schublade, in der das Tasso-Gerät liegt, während dessen seine Frau Claudia bereits eine üppige und schmackhafte Mahlzeit für den offensichtlich hungrigen Rüden zubereitet. Dirk Hellbach gleitet mit dem Lesegerät über den Halsbereich und wird fündig! Es piept und eine Nummer wird sichtbar. Schnell setzen sich die Kinder an den Computer, rufen die Internetseite von Tasso auf und geben die lange Nummer ein. Sofort wird deutlich, dass es sich um Knut, den Hund der Hauers handelt. Claudia Hellbach zückt das Telefon und schon werde ich angerufen … leider erfolglos … weil es gerade Freitag ist und ich im Stress bin … und keine Zeit habe. Die kluge Claudia Hellbach macht gar nicht erst den Versuch, mir auf den Anrufbeantworten zu sprechen, sondern schickt schnell eine SMS, weil sie weiß, dass ich diese sofort lese und schnellstmöglich beantworte ;-)

Während ich also auf dem Heimweg bin, spielt Knut ausgelassen mit den Kindern und tobt mit seiner Lieblings-Spielgefährtin Betty durch den Garten, stets die ermahnenden Worte des Familienoberhaupts im Ohr, doch die Grassoden beim Speed in den Kurven nicht ganz so heftig aus dem Rasen zu reißen.

Als ich eintreffe, um meinen Rüden abzuholen, ist er satt und ausgetobt und hatte einen angenehmen Nachmittag …

Eure Claudia Hauer

PS: Liebe Hunde- und Katzenhalter: Achtet darauf, dass Eure Tiere gechipt sind. Auch Tierfänger haben es schwerer mit gechipten Lebewesen, denn Versuchstierlabore nehmen gechipte Tiere, die häufig von den Tierfängern dorthin verkauft werden, nicht an. Vergewissert Euch, dass der Strichcode des Mikro-Chips bei Tasso zentral registriert ist. Eine Garantie hierfür ist der Heimtierausweis.

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